Filiz Polat war schockiert, als sie von ihrer Kollegin Gudrun Pieper rassistisch attackiert wurde. "Ich wurde hier als Mensch angegriffen, nicht als Politikerin," beschreibt die grüne Abgeordnete ihre Gefühle, "ich fühlte mich in dem Moment ausgegrenzt." Und das als in Deutschland geborene Deutsche.
Menschen anderer Nationalität sollen genausowenig Opfer rassistischer Attacken werden, doch dieser Fall spiegelt ein besonderes Problem unserer Gesellschaft wider: Wir haben de facto Deutsche erster und zweiter Klasse. In gewissen Kreisen können Menschen mit einem "fremdländischen" Aussehen nie als echte Deutsche angesehen werden. Dort sind "Deutsche" und "deutscheR StaatsbürgerIn" zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
Das Phänomen lässt sich nur unzureichend mit dem Art. 116 unseres Grundgesetzes begründen, der klar zwischen "Staatsangehörigkeit" und "Volkszugehörigkeit" unterscheidet. Er macht das jedoch vor dem Hintergrund eines geteilten Deutschland und eines durch Krieg und Shoa versprengten Volkes. Er könnte heute sicherlich eine Modernisierung vertragen.
Die in Deutschland so auffällige Fremdenfeindlichkeit ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben; sie entsteht in uns. Sie ist zuhause in Kleingartenkolonien, die Migrantenquoten festlegen. Sie wohnt in Boulevardzeitungen, die gegen Muslime hetzen.
Solange konservative Politik Integration weiter als Bringschuld der Migranten definiert, wird sich an der latenten Fremdfeindlichkeit hierzulande wohl nichts ändern. Die ständige Anbiederung der Unionsparteien an den rechten Rand macht Rassismus salonfähig. Und das ist der fruchtbare Schoß, aus dem die unselige Bemerkung Gudrun Piepers kroch.
Wir wollen mit Euch jungen Leuten sprechen!
Kommt vorbei, es gibt Getränke, Wraps und eine Cornhole-Meisterschaft. Wir reden über Eure Wünsche für Bleckede, Sorgen vor der Zukunft oder was Euch sonst so auf dem Herzen liegt.
Und haben dabei hoffentlich ein bisschen Spaß!
MehrGäste nach Anmeldung an ulrich.blanck@rathaus-aktuell.de willkommen.
Ansprechpartner ist Marc Schuh: ag.soziales-gesundheit@gruene-lueneburg.de
Mitgliederöffentlich. Anmeldung unter sprecher@gruene-lueneburg.de erbeten.
Gäste nach Anmeldung an ulrich.blanck@rathaus-aktuell.de willkommen.
Ansprechpartner*innen sind Heike Virchow und Thomas Hoefling: ag.wirtschaft@gruene-lueneburg.de
Mitgliederöffentlich. Anmeldung unter sprecher@gruene-lueneburg.de erbeten.
Gäste nach Anmeldung an niklas.wolf@gruene-lueneburg.de willkommen.
Klar ist: Vielfaltspolitik bleibt nicht bei Beschlüssen stehen, sondern braucht konkrete Strukturen, kontinuierlichen Austausch und [...]
Nah am Menschen, stark im Wandel. Mit diesem Versprechen ziehen wir in die Landtagswahlen im Herbst. Beim Länderrat in Sassnitz auf Rügen haben [...]
Beim Ostkongress in Sassnitz auf Rügen haben wir den Startschuss für die Landtagswahlkämpfe in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt [...]