20.05.08 –
Miriam Staudte, Abgeordnete aus der Elberegion, nennt als ein lokales Beispiel für das Versagen der Landesregierung den fehlenden Schutz des bedrohten ?Großen Feuerfalters?. Der farbenprächtige Tagfalter wurde zunächst in einem Neuansiedlungsversuch im Elbvorland ausgesetzt, doch nun droht der bestehenden Population Gefahr durch den umstrittenen Genmais-Anbau im Biosphärenreservat, denn der genveränderte Mais ist nicht nur für den Maiszünsler, sondern auch für andere Schmetterlingsarten giftig. Das Gebiet, das auch wegen des Feuerfalters unter dem Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU steht, könnte durch eine Landesverordnung wie in Brandenburg vor dem Anbau des toxischen MON 810 geschützt werden. ?Doch der so genannte Umweltminister Sander (FDP) handelt nicht und macht sich somit zum Wegbereiter des Genpflanzen-Anbaus in Schutzgebieten?, kommentiert Staudte.
Derzeit seien 53% der heimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, berichtet die grüne Abgeordnete. Die Grünen im Landtag fordern daher die Verknüpfung von Biotopen, ein modernes Naturschutzrecht, das die internationalen Ziele gegen das Artensterben erfüllt, sowie eine Wildnisstiftung für Niedersachsen, die mindestens 5% der Landesfläche umfassen soll.
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