Die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte hat eine Anfrage an die Landesregierung zum unplanmäßigen Castor-Stopp am Bahnhof Dahlenburg gestellt. Hintergrund ist die Tatsache, dass der Castor-Zug direkt vor dem Wohnhaus einer Familie in Dahlenburg-Seedorf zum Stehen kam und trotz der geringen Entfernung zum Wohnhaus von nur ca. 14m dort über 12 Stunden stehen blieb.
Staudte bekräftigt zwar, dass es eine richtige Entscheidung gewesen sei, den Castor-Transport in der Nacht vom 7.11 auf den 8.11. wegen der Sitzblockaden in Harlingen nicht weiterfahren zu lassen, allerdings sei der konkrete Standort inakzeptabel. Die Abgeordnete will in ihrer Anfrage unter anderem wissen, warum der Bitte der Anwohner, den Zug einige hundert Meter vorzufahren, nicht entsprochen wurde, obwohl eine völlige Umzäunung des Zugs mit Nato-Draht am Bahnhof Dahlenburg sowieso nicht möglich war.
Auch ein Antrag auf einstweilige Anordnung wurde vom Verwaltungsgericht nicht bearbeitet. Staudte kritisiert in ihrer Anfrage auch den Umstand, dass den Anwohnern mehrere Stunden lang nicht gestattet wurde, ein Messteam von Greenpeace auf ihr Gelände zu lassen.
"Das ist ein Skandal! Erst werden die Anwohner nicht über den Zwischenstopp und die Strahlenbelastung informiert und wenn sie sich selbst fachlichen Rat suchen, wird das noch stundenlang boykottiert!" ärgert sich die Grünen-Politikerin. Die Abgeordnete begrüßt, dass die Anwohner den Rechtsweg beschreiten wollen.
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Atomausstieg und Endlager | Bürgerrechte & Demokratie
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