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14.02.14 –
"Der Wolf zurück in Niedersachsen" hieß die Infoveranstaltung, zu der die grüne Landtagsfraktion am Dienstag Abend in die Leuphana geladen hatte. 550 Interessierte waren zuviel für Hörsaal 4. Nach Umzug in einen größeren Saal gab es für sie viele Informationen und viel Zeit für Fragen.
Der Wolf polarisiert: Seit im Landkreis Lüneburg immer wieder Wölfe gesehen werden und mehrere Schafe in Amelinghausen und Bleckede gerissen wurden, sind die Leserbriefseiten der lokalen Zeitungen voll. Gegner und Freunde des Wolfs melden sich zu Wort. Nicht immer ist die Wortwahl von gegenseitige Respekt geprägt.
Um zu informieren, welche Ängste und Sorgen begründet und welche unbegründet sind, hatte die Landtagsfraktion von Bündnis´90/Die Grünen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Leuphana Uni Lüneburg eingeladen. 550 Interessierte waren erschienen, so dass zunächst auf den größten Hörsaal ausgewichen werden musste.
"Wir wollen ein Forum für Information und den direkten Austausch bieten," so die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte, Moderatorin und Initiatorin der Veranstaltung. Insbesondere der Vortrag von Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, machte deutlich, dass es sich bei dem Wolf um ein scheues Tier handelt.
Dennoch sei es wichtig, sich angemessen zu verhalten. Anfütterungsversuche seien dringend zu vermeiden, denn der Wolf solle seine Scheu vor dem Menschen nicht ablegen. Es werde auch geprüft, ob Vergrämungsmaßnahmen sinnvoll seien.
Melina Heinrich vom niedersächsischen Umweltministerium erläuterte die Tätigkeiten der Landesregierung: Das Wolfskonzept soll fortgeschrieben werden. Der Arbeitskreis Wolf werde um weitere Nutztierhalter erweitert, die Richtlinie zu "Entschädigungen" nach Nutztierrissen stehe nach Jahren der Erarbeitung vor der Fertigstellung. Zur Zeit werden Rückmeldungen aus der Verbandsanhörung eingearbeitet.
Matthias Brockob vom Vorstand der Landesschafzüchter bemängelte den langsamen, bürokratischen Ablauf bei der Erstellung der Richtlinie.
Hanso Janssen, naturschutzpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion betonte, dass die Entschädigungszahlungen und die Beihilfen zum Bau von Schutzzäunen und zur Anschaffung von Herdenschutzhunden nicht am Geld scheitern werden. Im Landtag seien sich darüber alle Fraktionen einig.
"Eine gelungene Veranstaltung" war hinterher von vielen TeilnehmerInnen zu hören. "Hier wurde mal ganz nüchtern und wertfrei auf viele Bedenken eingangen," sagte eine Lüneburgerin am Ausgang, "das fand ich toll."
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