
05.05.17 –
Miriam Staudte, grüne Abgeordnete im niedersächsischen Landtag und Dr. Julia Verlinden, grüne Abgeordnete im Bundestag, haben anlässlich des Welthebammentags (am 5. Mai) Hebammen aus Lüneburg und Umgebung eingeladen und sich mit ihnen über ihre Arbeit und die Situation der Geburtshilfe ausgetauscht.
Die Politikerinnen waren sich mit ihren Gästen einig, dass die Rahmenbedingungen für den Hebammen-Beruf dringend verbessert werden müssen. "Hebammen genießen zu Recht ein hohes Ansehen und sind bei Geburten unersetzlich. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum ihr Berufsstand nicht endlich nachhaltig gestärkt wird“, so Verlinden. „Eine falsche Ausrichtung auf Apparatemedizin suggeriert ein trügerisches Bild von Sicherheit. In Wirklichkeit erhöht das immer dünner werdende Netz an Hebammen das gesundheitliche Risiko für Mutter und Kind. Der unglaubliche Anstieg von Kaiserschnitten, die weit über die medizinisch sinnvollen Fälle hinausgehen ist erschreckend", ergänzt Staudte.
Miriam Joseph, Hausgeburtshebamme vom Team Hand in Hand, betont: „Hebamme zu sein, ist mein Traumberuf! Von allen Parteien erwarte ich, nach Jahren des Hinhaltens, echten Einsatz. Weiteres Verstecken hinter Datenerhebungen, wie es Bundesgesundheitsminister Gröhe macht, ist unerträglich!“
Die Grünen setzen sich im Bundestag und im niedersächsischen Landtag für eine Verbesserung der Geburtshilfe ein. Staudte erklärt: “Der Landtag hat schon 2015 Beschlüsse für die Stärkung von Hebammen und der natürlichen Geburt gefällt. Insbesondere durch die Blockade auf Bundesebene konnten diese Ziele bislang nicht erreicht werden." Verlinden unterstreicht: „Wir Grüne im Bundestag haben Vorschläge auf den Tisch gelegt, wie die Hebammen gestärkt und die Geburtshilfe verbessert werden kann. Nun ist die Bundesregierung am Zug, ihrerseits endlich etwas zu tun.“
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aus dem Buch „UNIversal gescheitert? - Machtmissbrauch, Leistungsdruck, Ausbeutung: Was im Wissenschaftsbetrieb schiefläuft – und was sich dagegen tun lässt."
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