
26.07.25 –
Mit großer Bestürzung reagiert der Ortsverband der Grünen Lüneburg auf die angekündigte Schließung des Jungheinrich-Standorts in Lüneburg. Das Traditionsunternehmen plant, seine Produktionsstätte bis Ende 2027 aufzugeben – rund 380 Mitarbeitende sind betroffen.
„Diese Entscheidung ist ein harter Schlag für die Beschäftigten, ihre Familien und den Wirtschaftsstandort Lüneburg“, erklären Tamira Mühlhausen und Torsten Franz, Sprecherteam des Ortsverbands. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein profitables Unternehmen einen gut funktionierenden Standort aufgibt. Schließlich liegt der Betriebsgewinn jetzt noch zwischen 280 und 350 Millionen Euro. So darf man mit loyalen Mitarbeitenden nicht umgehen.“
Die Grünen kritisieren insbesondere das fehlende soziale Verantwortungsbewusstsein des Konzerns. Trotz positiver Geschäftszahlen wird der Standort Lüneburg geopfert. „Solche Entscheidungen gefährden das Vertrauen in nachhaltige und faire Unternehmensführung. Es ist kein guter Stil, wenn trotz wirtschaftlichen Erfolges und optimistischer Prognose die Standorttreue und Arbeitsplatzsicherung nicht erhalten werden kann.“
Die Hansestadt Lüneburg hat bereits Unterstützung „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ zugesagt. Auch der Landkreis kann und muss sich da einbringen und sollte in Kontakt mit dem Unternehmen treten. Die Grünen fordern Jungheinrich auf, den Dialog mit der Belegschaft und den lokalen politischen Vertreter*innen zu suchen und Alternativen zur Schließung zu prüfen. „Wir stehen solidarisch an der Seite der Mitarbeitenden und unterstützen die Forderung nach einem transparenten, sozialen und fairen Umgang mit dieser Situation. Es geht um mehr als nur Zahlen – es geht um Menschen und Perspektiven“.
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