
26.02.19 –
Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat in Geesthacht ihre Pläne zu den Zwischenlagern für hoch- bzw. mittel- und schwachradioaktiven Atommüll am Standort Krümmel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die atompolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Niedersachsen Miriam Staudte hält das vom Bund derzeit verfolgte Verfahren, die Genehmigungen für die Castor-Zwischenlager ohne bauliche Neukonzeption zu verlängern und die Zulassungen der Castor-Behälter ohne weitere Untersuchungen auszudehnen, für „kurzsichtig und sicherheitstechnisch bedenklich.“
Es sei absehbar, dass alle Zwischenlagergenehmigungen an den AKW – Standorten in Deutschland auslaufen werden, bevor ein Endlager aufnahmebereit für den hochradioaktiven Atommüll sei. „Schon in der Endlagerkommission war der Zeitplan für die Endlagersuche höchst umstritten, 2051 als Einlagerungsstart hat hinter vorgehaltener Hand keiner für realistisch gehalten“, so die Grünen-Politikerin. „Selbst wenn 2031 ein Standort benannt werden würde, dauert es noch mehrere Jahrzehnte das Endlagerbergwerk zu errichten, und weitere Jahrzehnte die Einlagerung der circa 1900 Castoren bundesweit zu veranlassen,“ so Staudte.
Als eines der ersten Zwischenlager werde die Castorhalle in Gorleben 2034 die Genehmigung verlieren. Das Standortzwischenlager in Krümmel im Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg habe zwar eine Genehmigung bis 2046, „aber auch diese wird niemals ausreichen“, so Staudte. „Die Ausgangssituation an den 16 Castor-Zwischenlagern in Deutschland ist überall ähnlich und erfordert, dass das Gesamtkonzept der Zwischenlagerung in der Bundesrepublik neu überdacht werden muss“, so die Grüne Landtagsabgeordnete. Insbesondere der Schutz vor terroristischen Anschlägen könne mit den derzeitigen Bauarten der Zwischenlager von niemandem garantiert werden. „Der Satz des neuen BGZ-Chefs Ewold Seeba ‚Wir werden die sichere Zwischenlagerung gewährleisten’ ist großspurig und fachlich nicht hinterlegt,“ so Staudte.
Ebenso seien die Castoren als Transport- und Zwischenlagerbehälter weder für die Überschreitung der Zwischenlager-Dauer des mehrere hundert Grad heißen Atommülls noch für die Endlagerung konzipiert worden. „Wir brauchen eine Kommission mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen sowie der Standortgemeinden, um die verschiedenen Varianten der Zwischenlagerung aufzuzeigen und zu diskutieren. Dabei müssen Varianten wie Bunkerlösungen oder Zwischenlager nach dem Prinzip ‚Tiefgarage‘ wissenschaftlich abgewogen werden.“ Der Austausch mit anderen Staaten wie den Niederlanden, die von einer deutlich längeren Zwischenlagerung ausgehen, und daher deutlich stabilere Zwischenlager bauen, sei notwendig.
Auch müsse abgewogen werden, dass der Atommüll nach Aussagen viele Experten nicht mit den derzeit geplanten extrem hohen Temperaturen unterirdisch eingelagert werden sollte. „Was die Langzeitsicherheit angeht, spricht auch vieles dafür, den Atommüll länger zwischenzulagern, um ihn auf unter 100 °C abkühlen zu lassen, bevor man ihn in der Tiefe versenkt und Probleme, die weitaus gravierende sind als die in der Asse, verursacht.“
vgl. hierzu auch: Landeszeitung vom 22. Februar 2019, Atommüll für 50 Jahre am Elbufer?
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