
17.04.19 –
Gerade zu Ostern wird wieder in großem Maße Schokolade produziert. Oft noch vergessen sind dabei die Arbeitsbedingungen, unter denen Menschen in den Ländern des Südens Kakao anbauen. Die Löhne auf den Plantagen sind niedrig, der Kakaopreis auf dem Weltmarkt ermöglicht Kleinbäuer*innen kaum hohe Verdienstmargen. Dazu kommt der oft gesundheitsbeeinträchtigende Pestizideinsatz. Einen Ausweg bietet der faire Handel mit seinem Fairtrade-Siegel. Er sorgt für Mindestlöhne und -preise sowie faire Arbeitsbedingungen.
Erika Romberg, GRÜNE Landratskandidatin, möchte den fairen Handel im Landkreis stärken. „Der Genuss fairer und nachhaltiger Produkte in Parlamenten und öffentlichen Einrichtungen ist in vielen Städten und Gemeinden schon lange etabliert. Der Landkreis sollte hier vorangehen. Es werden Kaffee, Tee und andere Lebensmittel aus fairer Produktion und fairem Handel angeboten, die den Menschen in den Anbauländern ein würdiges Leben ermöglichen. Dies wird mir nach der Wahl ebenso ein Anliegen sein, wie der Bezug von Säften, Gemüse und Obst aus nachhaltigem Anbau in der Region.“
Fairer Handel war jüngst auch in der Stadt Lüneburg Thema: "Die Gleichgültigkeit mit der die Stadt mit diesem Thema umgeht, kann ich nicht mehr nachvollziehen“, so die GRÜNE Stadträtin Claudia Schmidt. „Die Ratsmitglieder bezahlen ihren Kaffee selbst, haben 2012 beschlossen, dass er aus fairem Handel kommen soll, dass wir als Stadt vorangehen. Leider muss ich heute feststellen, dass die Stadt nur hinterherhinkt. Das Theater Lüneburg geht voran, für viele Geschäfte und deren Kunden ist ein bewusster Einkauf mittlerweile selbstverständlich. Die Lüwo Bau ist bei der Bewirtung ihrer Gäste seit kurzem sogar plastikfrei; Ende mit kleinen Plastikmilchdöschen oder Wasser aus Plastiktrinkflasche."
Erika Romberg zeigt sich verwundert: „Ich dachte, in einer fortschrittlichen und weltoffenen Stadt wie Lüneburg wäre es selbstverständlich, dass die Aktivitäten im Sinne einer FairTradeTown konsequent und dauerhaft vorangebracht werden. Dies scheint nicht der Fall zu sein und dass der Landkreis in dieser Richtung aktiv wäre, ist für die Öffentlichkeit nicht wahrzunehmen.“
Zu Ostern weisen entwicklungspolitische Initiativen erneut auf die Notwendigkeit des fairen Handels hin. Mehr dazu https://de.makechocolatefair.org/faire-ostern-fuer-alle-schluss-mit-hunger-armut-und-kinderarbeit
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