
26.04.20 –
Besonders betroffen von der Krise sind Obdachlose und suchtkranke Menschen (wobei aber das eine nicht das andere bedeutet). Wenn sie sonst in Versorgungseinrichtungen Schlafplätze, Essen, Gesellschaft, einen Zugang zu Sanitäranlagen und sauberen Spritzen, sowie ein offenes (therapeutisches) Ohr bekommen, so stehen viele dieser Angebote zur Zeit still.
In Lüneburg wird diese Arbeit vor allem von der Lebensraum Diakonie geleistet. Einerseits bieten sie Suchtprävention, therapeutische Betreuung und Nachbereitung von Therapien für Suchtkranke, andererseits stellen sie fast alle stationären und Notunterkünfte für Obdachlose. Die Angebote mussten auf ein Minimum runtergefahren werden. Die fehlende Präventionsarbeit ist besonders kritisch in Anbetracht der hohen psychischen Belastung, der viele Menschen zur Zeit ausgesetzt sind. Die Krise zeigt, was auch sonst immer gilt: Jede*r von uns kann in Geldsorgen und schließlich in die Obdachlosigkeit rutschen und jede*r von uns kann suchtkrank werden.
Und es zeigt sich, wie unsicher das Versorgungssystem ist.
Wir wollen, dass sich nach der Krise etwas ändert. Die Versorgung für diese Menschen muss breiter gefächert werden; mehr Angebote und mehr Schlafplätze. Die Stadt darf sich hier aber nicht nur auf einen Verein verlassen, sondern sollte die Probleme auch selber addressieren. Obdachlosigkeit und Suchtkrankheit ist ein Thema für alle. Wir müssen die Menschen aus der Stigmatisierung holen. Sobald wir ein gesellschaftliches Klima haben, in dem Verständnis für besondere Lebenssituationen gezeigt wird und die Betroffenen dabei unterstützt werden aus der Obdachlosigkeit und/oder Suchtkrankheit zu kommen, wird sich die Situation der Betroffenen schlagartig verbessern. Dazu gehört neben den Hilfsmaßnahmen, dass sie nicht kategorisch von Jobs ausgeschlossen werden, dass unsere Städte anders gestaltet werden und Betroffene nicht in bestimmte "Ecken" gedrängt werden. Vor allen Dingen muss sich aber unser Diskurs ändern: Es geht nicht um den "Rand der Gesellschaft". Es geht um Menschen wie uns, die vielleicht mehr Pech hatten im Leben oder etwas durchgemacht haben, was wir uns nicht vorstellen können.
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