15.04.14 –
Die Szenarien sind bekannt, werden aber immer erschreckender und präziser. Ein komplettes Abtauen des weltweiten Eises und damit ein Anstieg der Meeresspiegel um 6 m oder mehr scheint nicht mehr unmöglich. Und was machen hohe Politik, Regierungen und Wirtschaftslobbyisten? Weiter, einfach Augen zu und durch. Als hätten sie keine Kinder, keine Enkel - alles egal. Es ist unglaublich!
Fr. Merkel schützt die Autoindustrie in Brüssel, Herr Gabriel ficht für die Kohle! Und alle zusammen öffnen Monsanto Tür und Tor, wohl wissend, dass es längst Belege für die fatalen Auswirkungen genormten Gensaatgutes gibt, dass an regionales Klima angepassten Sortenreichtum verdrängt. Eine Entwicklung die sich bald bitter rächen könnte, wenn Alternativen wegen Starkregen oder Dürreperioden gesucht werden.
Das Fenster zur Klimarettung schließt sich, die allerletzte Chance wird von den Verantwortlichen offensichtlich vertan - die Krise in der Ukraine lässt wenig Hoffnung auf eine globale konzertierte Aktion zu. Wie soll das gelingen, wenn alte Feindbilder bedient werden und nicht mehr miteinander geredet wird?
Die Konsequenz kann nur heißen: wir alle müssen es selber machen! Die völlig idiotische Besteuerung von Eigenversorgung im Strombereich, die jetzt im EEG-Entwurf geplant ist, muss unter allen Umständen verhindert werden!
Und sonst? Es gibt so viele Dinge, die wir heute und sofort tun können - die Energiesparratgeber gibt es doch schon seit Jahren. Ja, klingt langweilig, wenn es wieder um Licht ausmachen, zwei Grad weniger heizen, Waschmaschine nur voll gepackt laufen lassen und Wege mit Rad statt mit Auto erledigen geht. Aber wenn es wirklich alle und immer tun, bringt das richtig viel!
Außerdem frage ich mich immer wieder, warum nachts um zwei alle Schaufenster in der Innenstadt beleuchtet sein müssen und wer eigentlich Neonreklame mag. Dazu kommen dann hoffentlich vermehrt Sonnen- und Windenergie, Geothermie, Stadtwerke usw.
Daneben sind wir alle aufgefordert, den jetztigen Anteil von erneuerbaren Energien aktiv im Ausbau zu unterstützen. Das ist vor der eigenen Haustür nicht immer toll, es führt aber kein Weg daran vorbei. Auch wenn punktuell der Eindruck entstehen mag, wir hätten doch schon genug - in Niedersachsen sind wir erst bei ca. 25 % der Stromerzeugung und sogar erst bei 9 % in der Wärmebereitstellung. Das reicht nicht!
(Petra Kruse-Runge ist stellvertretende Vorsitzende des Erneuerbare Enegien-Ausschusses des Lüneburger Kreistages)
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Ansprechpartnerin ist Ines Franckenberg: ag.frauen-gleichstellung@gruene-lueneburg.de
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