
30.06.17 –
Zur heutigen Abstimmung über die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare erklärt Julia Verlinden, Spitzenkandidatin der niedersächsischen Grünen für die Bundestagswahl und Abgeordnete für Lüneburg – Lüchow-Dannenberg:
Wir haben es geschafft! Der Bundestag hat heute endlich „ja“ gesagt. Ja zu gleichen Rechten für alle, die sich lieben. Ja zur Vielfalt in unserem Land, die Lesben und Schwule genauso einschließt wie Heterosexuelle. Ja zum Respekt für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. Die Ehe für alle nimmt niemandem etwas weg. Im Gegenteil, sie ist ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft.
Bereits 1994 hatten Bündnis 90/Die Grünen den ersten Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe in den Bundestag eingebracht. Nach langen Blockaden durch Schwarz-Gelb und zwei Große Koalitionen, nach endlosen Diskussionen, in denen Lesben und Schwule oft in verletzender Weise die gleiche Würde abgesprochen wurde, sind nun alle Menschen vor dem Standesamt gleich. Deutschland schließt sich damit den 22 Staaten an, die die Ehe bereits geöffnet haben. Es ist ein großartiger Tag.
Anfeindungen und Ausgrenzung von Lesben und Schwulen sind damit aber noch nicht beendet. Mit dem Rückenwind der heutigen Entscheidung gilt es, Diskriminierungen im Alltag weiter entschieden entgegenzutreten. So erleben auch heute noch 82 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Das darf Niemanden kalt lassen. Daher kämpfen wir weiter mit der Zivilgesellschaft um Respekt und Akzeptanz. Für alle!
Gäste sind nach Anmeldung bei Claudia Schmidt oder Matthias Wiebe herzlich willkommen.
im Rahmen der Reihe "Psychische Gesundheit an Schulen"
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Ansprechpartnerin ist Kerstin Busching: ag.frauen-gleichstellung@gruene-lueneburg.de
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