
18.07.08 –
Denn dort argumentiert die Stadt für das Projekt: Lüneburg brauche ein weiteres Neubaugebiet, weil Flächen wie Brockwinkler Weg und Schlieffen-Park die Nachfrage der auch in Zukunft wachsenden Stadt nicht mehr bedienen könnten. Lüneburg werde von jetzt 72 000 auf 80 000 Einwohner wachsen. Weiter: "Der Tiergarten (...) ist ein wichtiges Naherholungsgebiet und wird nicht angetastet." Und zur Zeitplanung heißt es im Info-Blättchen: Die Planungen stehen ganz am Anfang. "Klar jedoch ist: Im Tiergartenkamp passiert nichts, solange der Schlieffen-Park noch nicht bebaut ist."
Für Meihsies ist das der Versuch, die sehr aktive Bürgerinitiative zu beschwichtigen: "Vor allem mit diesem letzten Satz übernehmen sie deren Argumente." Er zweifelt die Begründung an, warum das Baugebiet notwendig ist: "Da stehen nur Spekulationen und Behauptungen. Bevölkerungsprognosen sind moderne Kaffee-satzleserei." Etwas Positives kann er aus dem Faltblatt aber herauslesen: "Der Protest scheint Wirkung zu zeigen."
Das sieht auch Volker Butenschön von der Bürgerinitiative Tiergartenkamp so: "Die Stadt nimmt unseren Widerstand zur Kenntnis." Mehr als eine "Beruhigungspille" sei die Information aber nicht. "Wir bleiben bei unserer Linie, werden keinerlei Kompromisse eingehen. Wir glauben, dass die Erholungsfläche als Ganzes erhalten werden sollte", stellt Butenschön klar. Die Bürgerinitiative sammele weiter Unterschriften. Ziel sei es, dass bis Ende des Jahres drei Prozent der Stadtbevölkerung auf den Listen gegen die Pläne protestieren. Dann, so Butenschön, könne die Bürgerinitiative einen Einwohnerantrag stellen, der Rat müsse sich erneut mit dem Thema beschäftigen.
Nachlesen kann man das Faltblatt der Stadt im Internet: www.lueneburg.de/bauen.
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