




22.11.23 –
und gegen Fremdenfeindlichkeit. Etwas mehr als 30 Menschen aus Bardowick und der Region fanden sich am vergangenen Samstag mitten in Bardowick zusammen. Sie wollten zeigen, dass sie nicht einverstanden sind mit dem Hass und der Fremdenfeindlichkeit, die derzeit die öffentliche Debatte um Flucht und Vertreibung und den Pflichten, die uns als Menschen daraus erwachsen, bestimmen.
Als Anfang November die geplante Flüchtlingsunterkunft in Wittorf in Flammen aufging, hofften viele auf einen technischen Defekt: „Nur kein Brandanschlag. Bitte nicht. Nicht schon wieder. Nicht bei uns.“ Aber es half nichts. Ein paar Tage später stellte die Staatsanwaltschaft fest: Das Feuer war gelegt worden. Mutmaßlich um zu verhindern, dass dort jemals Menschen Zuflucht finden.
Felicia Theissen, Organisatorin der Mahnwache, ist erschüttert. „Da mussten mehrere Leute aus dem Nachbargebäude evakuiert werden. Da hat jemand in Kauf genommen, dass Menschen sterben!“ Der Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel befürchtet, dass solche Straftaten noch zunehmen, weil Täter sich bestärkt fühlen, „wenn die Politik sich einen Überbietungswettbewerb um die härteste Parole gegen Flüchtlinge liefert.“ Er berichtet über den jüngst beschlossenen Landesaktionsplan gegen Rassismus.
Knapp zwei Stunden wurde am Vititurm diskutiert und sich ausgetauscht über Wege aus der wachsenden Fremdenfeindlichkeit über Bildung, Wohnraum und den Schutz von Einsatzkräften. Ein guter Tag.
Der ging dann am frühen Nachmittag noch weiter an der Brandruine in Wittorf. Dort trotzten sogar über 150 Menschen der Novemberkälte und zeigten ihre Solidarität mit Geflüchteten und mit der Gemeinde Wittorf, die mit einem großen Banner „Nein zu Hass und Hetze“ sagte. Zu dieser zweiten Mahnwache hatten die Lüneburger Seebrücke, der DGB, die SPD, die Linke und natürlich die Grünen gemeinsam aufgerufen.
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