Katastrophe mit Ansage: Menschenunwürdige Zustände in Geflüchtetenlagern müssen beseitigt werden.

22.09.20

Die Bilder aus dem mit 13.000 Personen überfüllten Camp Moria von verängstigten Menschen, die panisch aus den brennenden Zelten rennen und ihr letztes bisschen Hab und Gut verlieren, zeigen einmal mehr die unwürdigen Lebensbedingungen in Geflüchtetenlagern an den Außengrenzen der Europäischen Union. Statt ihnen zu helfen, statt unsere menschliche Pflicht auf europäischem Boden zu tun, übertrifft sich die Bundesregierung in Blockadehaltungen.

Seit vielen Jahren braucht es eine langfristige Lösung, doch die Bundesregierung zögert weiterhin ihre Pflicht zu tun. Dabei haben sich schon heute mindestens zehn EU-Staaten bereit erklärt mehr Geflüchtete aufzunehmen, genauso wie diverse Länder und Kommunen in Deutschland. Wir haben Platz für Menschen in Not und eine große Bereitschaft in Deutschland ihnen zu helfen.

Die Bundesregierung muss jetzt sofort handeln und zusammen mit anderen EU-Staaten eine langfristige, menschenwürdige Lösung für alle Geflüchteten finden. Hier könnt ihr den Eil-Appell von Bündnis 90/Die Grünen an Bundeskanzlerin Angela Merkel unterzeichnen.

Der Kreisverband Lüneburg von Bündnis 90/Die Grünen solidarisiert sich mit allen Hilfsorganisationen, die in dieser verzweifelten Lage ihr Bestes geben und fordert dringend benötigte Hilfe für die geflüchteten Menschen endlich von staatlicher Seite zu organisieren, wie es die Verpflichtung aller EU-Staaten ist. Wir fordern, dass sich der Landkreis Lüneburg dem Beispiel vieler anderer Kommunen folgend ebenfalls der bundesweiten Initiative „Sicherer Hafen“ anschließt, so wie es die Gruppe „Seebrücke Lüneburg“ bereits seit Jahren für die Hansestadt Lüneburg vorschlägt. Um auf die dringend benötigte Hilfe für diese Menschen in Not weiterhin aufmerksam zu machen, findet in der Woche ab Montag den 21.09., täglich (ab etwa 16 Uhr, außer an den Markttagen (Mi. und Sa.) ab 17 Uhr) eine Mahnwache auf dem Lüneburger Marktplatz statt zu der jede*r eingeladen ist.